Design Praesentation vor Kunden: Erfolgreiche Pitch-Strategie #
Die beste Design ist wertlos wenn du es nicht gut praesentieren kannst. Nach 12 Jahren UX lebe von guten Praesentationen. Hier ist meine Methode.
Warum Praesentationen entscheidend sind #
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Clients kaufen nicht Design. Sie kaufen:
– Vertrauen in dich
– Verstaendnis des Problems
– Sicherheit dass es funktioniert
– Emotionale Verbindung zur Loesung
Der perfekte Praesentation-Flow #
Teil 1: Context (3-5 Min)
Wiederhol das Problem:
– Was war die Challenge?
– Warum ist es wichtig?
– Was haben wir verstanden?
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Das zeigt: „Ich hoere dir zu“
Teil 2: Process (5-10 Min)
Zeige deinen Weg:
– Research und Findings
– Design Explorations
– Decisions und warum
– Feedback-Loops
Das zeigt: „Ich bin methodisch“
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Teil 3: Solution (10-15 Min)
Zeige das Endergebnis:
– High-Level Overview
– Key Features
– Interaktive Demo
– Mobile und Desktop
Das zeigt: „Ich liefere Qualitaet“
Teil 4: Impact (3-5 Min)
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Welchen Impact hat es?
– Messungen
– Vorher/Nachher
– Testimonials
– Next Steps
Das zeigt: „Ich liefere Ergebnisse“
Die 5 Praesentation-Typen #
1. Live Demo (Best)
Vorteile:
– Interaktiv
– Shows wirkliche Funktion
– Beantworte Fragen live
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Nachteil:
– Internet braucht
– Nervenaufreibend
Tipp: Immer offline-Version haben!
2. Figma Live (Gut)
– Zoome in Details
– Erklaere Design-Decisions
– Interactive Prototype
Tipp: Vorher Figma-Datei organisieren!
3. High-Res Mockups (Solide)
– Statische Screenshots
– Verschiedene States
– Annotationen
Tipp: Mockups auf wirklichen Devices zeigen (iPhone, iPad)
4. Video Walkthrough (OK)
– Aufgezeichnet Demo
– Voiceover mit Erklaerung
– Sehr professionell
Tipp: Mit Loom oder ScreenFlow aufnehmen
5. Static Slides (Schwach)
– Nur PowerPoint
– Nicht interaktiv
– Aber schnell zu machen
Tipp: Minimum akzeptabel
Die 10 Praesentation-Regeln #
1. Erzaehle eine Story
Nicht: „Das ist ein Button“
Sondern: „Wir wollten User klare CTAs geben, daher…“
2. Design Thinking zeigen
Nicht: „Wir haben es so gemacht“
Sondern: „Wir testeten 3 Verhalten. Der Nutzer bevorzugte…“
3. Langsam sprechen
Du bist nervoes und redest schnell. BEWUSST langsamer.
4. Pausen machen
Stille ist nicht schlecht. Es gibt dem Client Zeit zu absorbieren.
5. Eye Contact halten
Schau den Client an, nicht auf den Bildschirm.
6. Erklaere deine Entscheidungen
Nicht: „Das ist schoen“
Sondern: „Das Blau kommuniziert Vertrauen, passt zur Brand, ist barrierefrei“
7. Zahlen verwenden
Nicht: „Besser fuer Mobile“
Sondern: „Conversion stieg 23% bei Mobile-Nutzern“
8. Interaktion aktiv
„Was denkt ihr ueber die Richtung?“
„Hat jemand Fragen?“
„Wuerde das fuer euer Team funktionieren?“
9. Probleme nicht verstecken
Wenn es Limitierungen gibt, sag sie. Du schaffst Vertrauen.
10. Der Call to Action
„Naechster Schritt: Entwicklung starten diese Woche?“
Die 7 Fehler die Praesentationen killen #
1. Zu technisch sein (Client versteht nicht)
- Zu viel Inhalt (ueberwueltigung)
- Schlechte Vorbereitung (Nervositaet zeigen)
- Nicht hoeren (Monolog statt Dialog)
- Zu schnell reden (Nervositaet, Unklarheit)
- Keine Struktur (wirr und undorientiert)
- Schlechte Technologie (Crashes sind fatal)
Praesentation-Checkliste #
Vor der Praesentation:
– [ ] Figma-Datei oeffnet und ready
– [ ] Bildschirm-Aufloesung ok (min 1080p)
– [ ] Internet funktioniert (oder offline-Version)
– [ ] Lautsprecher funktionieren
– [ ] 10 min frueh angemeldet
– [ ] Notizen vorbereitet (aber nicht ablesen!)
– [ ] Kleidung professionell und komfortabel
– [ ] Wasser in Reichweite
Durante Praesentation:
– [ ] Laut und deutlich sprechen
– [ ] Pausen machen
– [ ] Eye Contact
– [ ] Auf Reaktionen achten
– [ ] Fragen stellen
– [ ] Nicht defensiv sein
Nach Praesentation:
– [ ] Feedback holen
– [ ] Actionpunkte dokumentieren
– [ ] Follow-up Email schicken
– [ ] Aenderungen in 48h vorbereitet
Fazit #
Gute Design Praesentationen sind 50% vorbereitung, 50% authentische Praesenz.
Häufige Fragen zur Designpräsentation vor Kunden #
Wie strukturiere ich eine überzeugende Designpräsentation?
Drei Teile funktionieren in der Praxis: erst Briefing und Ziele zusammenfassen, dann den Lösungsansatz vorstellen, zum Schluss die konkreten Designs zeigen. Wer direkt mit den Designs startet, lädt sofort zu Geschmacksurteilen ein. Wer Kontext setzt, lenkt die Bewertung auf die Zielerreichung statt auf das Bauchgefühl.
Soll ich mehrere Designvarianten oder eine einzige Empfehlung präsentieren?
In den meisten Fällen besser eine empfohlene Richtung plus eine bewusst abweichende Variante. Drei oder mehr Optionen verlangsamen Entscheidungen und führen zu Frankenstein-Mischungen, in denen das beste Element jeder Variante zusammengeführt werden soll. Wer Verantwortung übernimmt, präsentiert Empfehlungen, nicht Auswahllisten.
Wie reagiere ich, wenn der Kunde eine Designentscheidung in Frage stellt?
Erst die Frage hinter der Frage verstehen. „Warum ist das Logo so klein?“ bedeutet oft „Ich sorge mich um Markenwirkung“. Sobald die wahre Sorge benannt ist, lässt sich die Designentscheidung mit Hierarchie- oder Lesbarkeitsargumenten erklären – oder begründet anpassen.
Live-Präsentation oder asynchron als Video – was funktioniert besser?
Live-Präsentation für kritische Phasen wie Konzept-Freigabe oder finale Auswahl, weil Fragen direkt geklärt werden. Asynchrone Videos via Loom für Zwischenstände, internationale Kunden oder dichte Kalender. Eine Mischung aus beidem ist meist effizienter als das Festhalten an einem einzigen Format.